„Theater als Überlebenskunst“
Das zentrale Thema der Veranstaltung ist die Frage nach der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Kunst und Theater mit Kindern, die in Krisensituationen aufwachsen.
Kinder leiden in ganz besonderem Maße unter sozialen und politischen Missständen, kriegerischen Auseinandersetzungen, Naturkatastrophen, aber auch unter individuellen Familienkrisen und schwerwiegenden Krankheiten. Kunst und Theater können bei der Bewältigung der Konflikte und Probleme und der Überwindung der damit verbundenen traumatischen Zustände helfen.
Die künstlerische Tätigkeit der Kinder ist dabei nicht nur Schlüssel für den Weg in eine Zukunft ohne Angst, sondern auch die Voraussetzung für ihre soziale Integration. Die therapeutische und visionäre Kraft der Kunst kann in diesen Lebenslagen weit mehr bewirken, als ausschließlich humanitär motivierte Projekte. In der Auseinandersetzung der Kinder mit der Kunst entwickeln sich Perspektiven, die sich auf ihr gesamtes Leben auswirken können.
Im Mittelpunkt steht die These, dass die gestalterischen Potentiale der Kunst in der Lage sind, destruktive soziale und psychische Zustände zu überwinden.
Inwieweit diese Grundthese einem besonderen therapeutischen Ansatz unterliegt oder ob diese Wirkung der Kunst immanent ist, soll am Beispiel der Projekte vorgestellt und diskutiert werden. Die Theaterpädagogik macht somit die intrapersonalen und sozialen Konflikte der Kinder zu ihrem Forschungsgegenstand.
Das Gesamtprojekt umfasst fünf Bausteine:
- Kongress/Fachtagung: Theater als Überlebenskunst – Theater mit Kindern in Krisensituationen
- Directors’ Forum/Spielleiterforum
- Workshops (Master Classes)
- Ausstellung von Kinderzeichnungen: „Die Kraft des Malens - Bilder von Kindern in Not“
- Konferenzen
Innerhalb des Kongresses soll die Fragestellung unter künstlerischen, wissenschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Aspekten untersucht werden.
Dabei soll ein weltweites Netzwerk entstehen, das die kontinuierliche Weiterentwicklung und Stärkung dieses künstlerisch und gesellschaftlich wichtigen Arbeitsfeldes sichert.
Veranstalter Symposion
Veranstalter sind das Europäische Zentrum der International Amateur Theatre Association AITA/IATA in der Zusammenarbeit mit der Stadt Lingen (Ems) und dem Institut für Theaterpädagogik der Fachhochschule Osnabrück, Standort Lingen.
Kooperationspartner Symposion
Standing Committee for Children and Youth der AITA/IATA, Arts by Children e.V. (ABC), Bund Deutscher Amateurtheater e.V. (BDAT), Kunstschule im Kunstverein Lingen.



